Denkmäler besser selber denken

Wie hält man die Erinnerung an Vergangenes für kommende Generationen wach? Man feiert Jahrestage, und zu runden Jubiläen werden obligatorische Reden gehalten, Hände geschüttelt, und gelegentlich Denkmäler enthüllt. Mehr als ein Anstoß sich mit der Vergangenheit vertraut zu machen oder zu wirklichem Erinnern können derartige Veranstaltungen aber kaum leisten. Müssen sie vielleicht auch gar nicht. Vilshofen hat den September 1989 betreffend den „Luxus“ gleich zweier Denkmäler, die ich hier mal kurz vorstellen möchte:


Was ich davon halte entnehme man bitte selbstständig der Bildpräsentation.

Als Filmemacher bevorzuge ich natürlich einen anderen Weg. Wenn Zeitzeugen von damals erzählen, und man ihren Augen ansieht wie lebendig in ihnen die Erinnerung noch nach über 20 Jahren ist, dann berührt das auch noch heute. Deshalb werden einige Zeitzeugen an den Originalschauplätzen zu Wort kommen, und uns ihre Geschichte dort erzählen. Denn noch sehen die meisten Orte genauso aus wie 1989. Da liegt zum Teil noch der gleiche Schotter, oder der gleiche Asphalt wie damals, und die Häuser drumherum haben sich ebenfalls nicht verändert, vielleicht mal hier und da einen neuen Anstrich bekommen. Deswegen lasst uns das auf Film festhalten, so lange alles noch so ist.

Der Spielfilm wird dann irgendwann einmal für Menschen, die nicht von hier sind, vielleicht der Anstoß sein sich nähere mit jenen Ereignissen zu beschäftigen. Wie dem auch sei, das selbstständige Denken nimmt einem selbst das beste Denkmal nicht ab. Da hilft gestern wie heute nur selber denken.

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