Was bleibt ist Prost

Dieser Satz kam mir spontan aus dem Mund, als ich für den Screenpitch einen weiteren Take aufnahm. Und er passt. Es klingt nach „Was bleibt ist Trost“, nur mit einer fröhlichen Note, denn es gibt etwas zum miteinander anstoßen. Der Anlass ist der „Tag der Einheit“ (zwischen Autor und Publikum) und mein Dank gilt allen, die sich im letzten Jahr für dieses Projekt engagiert, interessiert oder es aus Neugier verfolgt haben; für euch (und alle anderen auch) gibt es nun mein Drehbuch für lau zum Lesen, denn „Was bleibt ist Prosa“: EINHEIMISCH’N (das Drehbuch selber kommt weiter unten im Artikel).


VOF-Pleinting-tonight 2012

Möge jeder mündige Leser selbst entscheiden, ob das Drehbuch etwas taugt, oder nicht. Mich zieht es weiter zum nächsten Projekt. Sicher, ich könnte weiter kämpfen, aber ich habe nicht vor Jahre daran zu verschwenden. Der Regelfall sind sieben Jahre, aber wie ich schon im letzten Artikel geschrieben habe: man muss sich nicht an sie halten. Und manchmal kommt es darauf an, wie man sie bricht. Wenn es nicht weiter als bis zum Drehbuch reichen soll, auch gut. Dann ist eben das mein Produkt. Ist es ja! Wer will kann es verfilmen, oder erst verändern und dann verfilmen – es reicht meinen Namen zu erwähnen, und die Sache hat sich – denn es steht unter einer Creative Commons Creative Commons License Lizenz. Das, lieber BR, ist die Zukunft. Schon heute. Aus Vilshofen, eurem Sendegebiet.

Was weder der Pressesprecher des BR noch die Redaktionen verstehen ist, dass das Internet nichts vergißt. Es kommt nicht darauf an, dass ich hier lustig weiter schreibe, sondern nur, dass ich es überhaupt dokumentiert habe. Die Auseinandersetzung holt die Sender schneller ein, als ihnen lieb ist. Diese offene Dokumentation des Scheiterns bleibt online. Offen zugänglich für alle, die sich eine eigene Meinung bilden wollen. Und die werden mit jedem Tag mehr.

Wohin es mich zieht? Um genau zu sein: in den Bayrischen Wald. Ich schreibe und entwickle jetzt endlich meine Serie Woipatinga weiter – allerdings nicht mehr unter diesem Arbeitstitel. Ohne “Einheimisch’n” und die “Generation ’89” hätte ich vielleicht nie gewußt, wie ich das anpacken soll, aber inzwischen weiß ich es, und dieses mal habe ich Mitstreiter und Mitautoren. So ziehe ich zwar (vorübergehend?) hier den Stecker, aber nur um nahtlos an anderer Stelle weiter zu machen, auf www.woipating.de. Der erste Eintrag und Appetizer ist dort bereits online. Wo Vilshofen mit der politischen Unterstützung nicht aus den Puschen kam, haben jetzt die Landkreise Regen und Freyung-Grafenau eben die Chance, denn das fiktive Dörfchen liegt genau zwischen beiden. – Liebe Passauer, ihr braucht erst gar nicht hämisch gen Vilshofen grinsen, die Fortsetzung sollte nämlich bei euch spielen, und davor hatte ich ein Projekt, das in Passau gespielt hätte, es aber nie bis zur Vollendung gebracht hat. – All das und noch viel mehr frei zugängliche Texte, Drehbücher, Ideen findet man zum selber nachlesen ab sofort auf meinem Blog, in der neuen Rubrik „Freibier“. Denn wie sagte schon Leonardo di Caprio da Vinci:

Zitat da Vinci
„Einheimisch’n“ mit Rechtsklick auf das Bild „speichern unter…“ herunter laden
(Update 11/2012: Das Drehbuch ist vorübergehend nicht mehr online zugänglich – mehr zu den Hintergründen gibt es hier zu lesen
Update 11/2013: Jetzt ist es wieder da…)

Wer mag kann es verändern und unter neuem Namen als sein Eigenes hier rechtlich absichern lassen, oder es zumindest versuchen. Es würde mich freuen wenn der Film noch gemacht wird und sein Publikum findet. Nun aber genug, ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

Nichtsdestotrotz hat dieser Blog seinen Zweck erfüllt, auch wenn die Sonne hier nun erstmal unter geht.

Denn bei Woipating bin ich nicht mehr alleiniger Autor, sondern habe engagierte Mitstreiter. Wir entwickeln die Serie gemeinsam im Netz, im vielleicht ersten deutschen writer’s room – und wer Lust hat kann dort im wiki mitschreiben.

Und noch mehr Menschen können endlich damit aufhören nur “Zuschauer” zu sein.

Und irgendwann sind wir dann zu viele, um ignoriert zu werden.

„We are generation 89. We are evolution!”

Bonustrack:


SPARTACUS (1960) Finale

Quelle: http://musicthoughts.com/t/2474 (da Vinci – Zitat)
http://www.imdb.com/title/tt0054331/ (Spartacus, Stanley Kubrick, 1960)

3 Gedanken zu „Was bleibt ist Prost

  1. Yau harter Tobak doch klare Worte – Respekt – wie gesagt den Sound die Athmo den Spirit Audiobezogen bearbeite und komponiere ich gerne. Ich bin der Mann der Musik – Studio ist vorhanden. Also stellt ein Drehteam auf und macht den verfickten Film Ihr Penner – Der ist Superfett. Keep da good shit up – big up to Mastermind Jens – respect

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