Wo bleibt die Antwort auf unsere offenen Fragen? Ein Vorschlag.

Was macht man eigentlich, wenn Antworten auf höflich gestellte Fragen ausbleiben? Zum Beispiel jene, die ich dem Pressesprecher Christian Nitsche hier gestellt habe, oder jene an Frau Dr. Gladziejewski in meinem Brief hier? Keine Antwort ist auch eine Antwort. Alles ist Kommunikation.

leerer Teller
„Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.“

Nicht zu antworten ist erst einmal nur unhöflich und schlechter Stil. Außerdem legt es die Vermutung nahe, dass man mit seinen Fragen ins Schwarze getroffen hat. Denn Schweigen bedeutet Zustimmung. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als uns die Antworten selber zu geben:

  • 3000 Stoffvorschläge im Jahr. Schlicht gelogen. Oder bitte belegen.
  • Wie viele davon kommen von außen, und nicht von Hochschulen (beispielsweise von Autoren und Regisseuren die keine Hochschule besucht haben, wie Tom Tykwer und andere mit langjähriger Berufserfahrung)? Antwort: Null.
  • Wie viele werden im Jahr produziert, und in welchem Verhältnis Vorschlag / Auftragsproduktion? Anwort: 0% zu 100%
  • Ist jemals überhaupt auch nur ein “ungebetener” Stoffvorschlag (wie meiner) vom BR realisiert worden? Antwort: Das ist leicht – nein. Wenn doch, bitte belegen.
  • Warum ist der BR (oder auch ZDF, Pro7Sat1, RTL) Gesellschafter des Filmförderfonds Bayern? Antwort: Um Entscheidungen im Sinne des Fernsehens zu treffen natürlich. Nur soll es nicht danach aussehen, daher lagert man sie in eine „Scheingesellschaft“ aus. Die Mafia läßt schön grüßen.
  • Wie viele Projekte „betreut“/produziert die Redaktion Spielfilm, Serie im Jahr pro RedakteurIn?
  • Wie viele Projekte produziert/“betreut“ die Redaktion Kurzfilm, Debut im Jahr pro RedakteurIn?
  • Mit Betreuung meine ich Projekte in Vorproduktion, die nach Jahren der Entwicklung seitens der Autoren dann doch Zugunsten einer Auftragsproduktion (Tatort) verworfen werden.
  • Antwort: Im Schnitt <5 zu 15. Schätze ich jetzt einfach mal.
  • Klar darf ich das, mein Drehbuch wurde ja genauso schwammig „beurteilt“, dazu muß man es nicht mal gelesen haben.
  • Daher noch einmal die Bitte nach begründeter Kritik, einschließlich Szenennummer oder Seite. Wenigstens ein Beispiel. Ich veröffentliche dann die besagte Szene einschließlich Kritik Seite an Seite hier auf dem Blog. Ungekürzt.
  • Ich bin gespannt. Aber sowas von. Lieber Herr Nitsche, liebe Redaktionen Spielfilm, Serie, Kurzfilm und Debut, ich bitte um Antwort. Ich beiße auch nicht, ganz im Gegenteil: ich lege noch was drauf, und mache einen Kompromissvorschlag.

    Lieber BR, wenn ihr mich nicht wollt, so nehmt eben nur mein Drehbuch, aber bitte macht den Film! Ihr könnt das Drehbuch in seiner jetzigen Form unter einer CreativeCommons Lizenz haben, dann reicht eine Namensnennung und Ihr habt ohne weitere Kosten ein fertiges Buch! Schreibt es bis zur Unkenntlichkeit um, aber macht es! Ich schlage euch gerne nachfolgend ein paar Regisseure vor, in deren Händen das Buch in seiner jetzigen Form gut aufgehoben wäre:

  • Hans Steinbichler
  • Dominik Graf
  • Marcus H. Rosenmüller
  • Volker Schlöndorff
  • Jo Baier

  • Und, einverstanden? Da müßte doch wenigstens einer dabei sein! Bei Interesse oder zur Übergabe aller meiner staatsbürgerlichen Rechte stehe ich immer noch zu meinem Gesprächsangebot am 10. oder 11.09. in München zur Verfügung, so dass niemandem (außer mir) Kosten entstehen. Was wollt ihr denn noch?

    Apropos Kosten – Wieso steht eigentlich eine Bankverbindung auf dem Antwortschreiben des BR? Ist das der sprichwörtliche Wink mit dem Zaunpfahl, oder was? Hätte ich mir etwa ein Pseudonym zulegen müssen, wie die Frau Heinze? Und unter welchem Pseudonym schreibt Frau G.? Oder Frau A.? Herr B.? Direktor C.? Wer es weiß möge es bitte in den Kommentaren verraten. Wir sagen es niemandem weiter.

    Ist es so endlich recht, ja?

    Hallo?

    Jemand zu Hause?

    Ach, ich vergaß. Schweigen bedeutet Zustimmung.

    Quelle:
    http://piqs.de/fotos/52506.html (Artikelbild, von Thomas Förstermann, CC Lizenz)

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