Die Stunde Null

So lautet nicht nur der Titel eines zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Films von Edgar Reitz, sondern auch das Ende von Kampfhandlungen nach einer kriegerischen Auseinandersetzung. In Bezug auf Generation ’89 und Einheimisch’n bedeutet es den Beginn einer wunderbaren Freundschaft mit zwei Produzenten, die mindestens so sympathisch sind wie diese beiden:

Ernie & Bert
Sympathieäquivalenzquotient = 1*

Ich bitte um Applaus für die Retter des Projektes, die bereits damit begonnen haben das Ruder bei diesem Projekt zu übernehmen, um zu verhindern, dass ich mich damit übernehme und weniger anecke, damit das Schiff bzw. der Film nicht schon vor dem Einlauf in den sicheren Hafen der Kinosäle versenkt wird. Am 3. Oktober war das Leck im Rumpf, und weil mit den beiden am 9. November die Rettungscrew an Bord kam, muss ich nicht mehr als Kapitän mit absaufen. Die Jungs übernehmen die Brücke, und ich ich gehe dahin, wo meine eigentliche Aufgabe wartet: in den Maschinenraum**.

Denn dank dieser beiden kann ich mich jetzt endlich auf meine Kernkompetenz konzentrieren: das Schreiben (der vierten Drehbuchfassung, danach der fünften, und dann der sechsten… also eventuelle Schäden am Rumpf des Schiffes flicken, Lecks stopfen und dergleichen). Daher bitte ich zu entschuldigen, dass ich das Drehbuch wieder offline nehmen musste. Aber keine Sorge, wenn der Film im Kino gelaufen ist, stelle ich es wieder online.

Genug geplauscht. Ich ziehe mich an meinen Schreibtisch zurück, wo ich hingehöre. Oh, und die wahre Identität von „Ernie & Bert“ wird erst dann Preis gegeben, wenn es nicht mehr zu vermeiden ist und der Film so unsinkbar ist wie die Ti… äh, also er so viele Zuschauer hatte wie TITANIC. Uff, das war aber mal ganz knapp vorbei, am Eisberg.

* Bei ‚Klick‘ auf Ernie & Bert gibt es den fantastischen Monty Python Filmproduzenten Sketch zu sehen, für all jene, die ihn noch nicht kennen.

** Hätte nie gedacht, wie ergiebig die Seemannsmetaphorik ist, wenn man erst mal damit anfängt – vielleicht sollte ich mal wieder DAS BOOT von Wolfgang Petersen gucken, den Ton weg drehen und dabei die Grönemeyer-Seemansslieder in Endlosschleife hören. Das könnte doch glatt als Medieninstallation durchgehen, oder?

Quellen: http://www.wdr.de/bilder/mediendb/Fotostrecken/planet-wissen/alltag_gesundheit/freundschaft/biga_ernie_imago_m.jpg (Artikelbild)
http://www.youtube.com/watch?v=2tXtPygIL5E (Monty Python – producer sketch)

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