Im Stadtrat

Wer es noch nicht weiß: am 17.04.2012 habe ich das Filmprojekt in der Hauptausschusssitzung im Rathaus öffentlich vorgestellt.

Hauptausschusssitzung
Foto: Elke Fischer

Dazu erschien am 20.04.2012 ein Bericht von Elke Fischer im Vilshofener Anzeiger, ein Auszug daraus findet sich hier, auf den online-Seiten des Vilshofener Anzeigers / Passauer Neue Presse: Stadtrat steht Vilshofener Filmprojekt positiv gegenüber

Hier der weitere Artikel:

In der jüngsten Hauptausschusssitzung stellte der Regisseur, der heute in Warschau lebt, den Stadträten sein Projekt vor. Besonders interessierte sie die Finanzierung. „Sie läuft klassisch über Filmförderung und Verleihbeteiligung im In- und Ausland. Das Projekt wird rund eine Million Euro kosten“, erklärte er. Der Grund seines Besuchs: Prausnitz möchte mehr Unabhängigkeit von Fernsehredaktionen erlangen, die im Regelfall auf prominenten Schauspielern bestehen. Um die Geschichte auch für Vilshofener realistisch erzählen zu können, sucht er Mitstreiter und Mitproduzenten. Die Einheimischen sollen sich als Darsteller oder Geldgeber beteiligen. Sein Wunsch: Der Stadtrat und die Stadtverwaltung sollten ein für alle Bürger einsehbares Treuhandkonto für den Film einrichten und verwalten.

 Bürgermeister Georg Krenn machte unmissverständlich klar, dass man sich bereits erkundigt habe, ein Treuhandkonto seitens der Stadt aber nicht möglich sei. Die Stadträte einigten sich deshalb darauf, man solle im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten weiter prüfen, wie man das Projekt unterstützen könne und in Kontakt bleiben. Bis zum Filmstart sei ja noch etwas Zeit. Er ist für den Herbst 2014 geplant, wenn sich der Mauerfall zum 25. Mal jährt. „Die Schirmherrschaft können wir auf jeden Fall übernehmen“, sagte Krenn zu, „die kostet ja nix.“

Was mich besonders gefreut hat, waren die guten Fragen, die mir gestellt wurden, und die ich gerne beantwortet habe. Überhaupt war mir die Offenheit, das Interesse und die Gesprächsbereitschaft der Anwesenden eine echte Wohltat. Wenn es beim Pitch* nur auch derart sachlich zuginge, wäre ich schon mehr als zufrieden.

So sehr ich die Politikverdrossenheit vieler Wähler angesichts der fraktionsübergreifenden Gurkentruppe in Berlin nachvollziehen kann, in der Lokalpolitik lasse ich das nicht länger gelten. Ich lasse mich gerne positiv überraschen, und das ist sowohl dem Bürgermeister als auch seinem Stadtrat gelungen. Wenn man sich als Bürger ernst genommen fühlt, dann geht man gerne wieder wählen. So einfach könnte Demokratie sein. Es fängt damit an, dass man mit macht.

Auch kurz vor der Sitzung war ich mit einem der Stadträte über die aktuell geführte Urheberrechtsdebatte ins Gespräch gekommen, und war froh, diese mal aus der Sicht eines „Urhebers“ schildern zu können. Denn mir geht es in erster Linie darum ein Publikum zu erreichen, dass ich im Gegenzug nicht kriminalisieren möchte. Darum mache ich ja neben anderen auch diese Seite – ich will gesehen/gehört/gelesen werden. Dafür zahle ich Hosting-Gebühren und mache Gedanken/Filme auf meinen Seiten frei zugänglich. Wann immer ich jedoch in der Werbung oder beim Film/Fernsehen arbeite, trete ich meine Urheberrechte ab, für alle Zeit, und für alle Medien die da in der Zukunft noch kommen mögen. Selbstverständlich von Jahr zu Jahr für weniger Geld. Bei den Urhebern kommt nichts an, ganz im Gegenteil. In Europa haben wir in der Filmbranche nicht annähernd so mächtige Gewerkschaften wie in den USA, oder eine der fair use Regel ( siehe hier ) vergleichbare Vereinbarung im Internet.

Aber das ist eine andere Geschichte, und soll ein andermal an anderer Stelle auf diesem Blog diskutiert und verlinkt werden.

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* Ohne Anglizismen geht leider nichts in der Filmbranche. Es geht um eine Projektvorstellung, Präsentation.

Quelle: Vilshofener Anzeiger vom 20.04.2012

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