Ergänzungen zur Passauer Woche vom 06.06.2012

Auch dieses Mal möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, den Artikel von Fritz Greiler aus der Passauer Woche vom 06. Juni ergänzend zu kommentieren. Wer noch keine Gelegenheit hatte ihn zu lesen, der möge auf das unten stehende Bild klicken, und kann dies gleich hier nachholen:

Passauer Woche vom 06.06.2012
die Passauer Woche vom 06.06.2012, Seite 14 verbirgt sich hinter dem Foto

Gelesen? Gut. Interesse an dem „Pitch“ für den Bayerischen Rundfunk bekommen? Den gibt’s hier zu sehen. So. Und wer das jetzt auch hinter sich hat, braucht nur weiter zu lesen, und erfährt noch mehr.

Im Artikel heißt es ich sei „mit dem Filmfördersystem in Deutschland unzufrieden“ – das ist richtig, nur würde ich es nicht so freundlich formulieren. Auf der google+ Seite sammle ich seit einigen Monaten Artikel die sich um die Filmpolitik in unserem Land drehen und kommentiere sie dort kurz.

Wer in Deutschland einen Film machen möchte muss entweder einen langen Atem mitbringen oder über Beziehungen verfügen. Besser wäre beides. Den Atem habe ich lange genug angehalten, darum mache ich mir seit Ende letzten Jahres auf diesem Produktionsblog die nötige Luft und tue Kund, was zu wenige Zuschauer wissen: Wie entsteht ein Film in Deutschland, im „Land der Ideen“? Der Stadtrat und die Vilshofener haben mir zugehört, mein (Kern)Publikum also. Damit sind sie schon keine bloßen Zuschauer mehr, sondern sind eingeladen mit zu gestalten.

Aber was ist mit dem von mir so vielgescholtenem Fernsehen? Erkennt man dort das Potential dieses Films, auch wenn das Drehbuch nicht erst explizit von ihnen in Auftrag gegeben wurde? Das wir sich nun zeigen. Oder auch nicht. In beiden Fällen wird man hier darüber detailliert in Kenntnis gesetzt.

Da man mich dort (im Gegensatz zu Polen) nicht kennt, habe ich vor meine handwerklichen Fähigkeiten schlicht unter Beweis zu stellen. Glücklicherweise bin ich bei meinen Recherchen über ein Detail gestolpert, das sich inzwischen zu einem eigenständigen kleinen Film entwickelt hat – den im Artikel erwähnten WARTBURG Film. Wie „kurz“ der ist, weiß ich nicht, denn das Drehbuch wird immer länger und macht mir viel Spaß beim Schreiben. Für die realen Hintergründe habe ich inzwischen drei Zeugen ausfindig gemacht, und weitergehende Recherchen begonnen. Mehr sei dazu an dieser Stelle nicht verraten, außer dass ich den Film im Gegensatz zu Generation 89 gänzlich ohne Förderung machen kann und werde. Eher werde ich mich damit direkt via Crowdfunding an das Publikum wenden, aber alles zu seiner Zeit.

Bleibt das Thema „ein Kino für Vilshofen“. Darauf werde ich ebenfalls in den nächsten Wochen zurück kommen, und die Idee zu einem kommunalen Kino näher ausführen. Die Gedanken dahinter sind vielfältig. Ohne das Vilshofener Kino in den 80er Jahren wäre ich heute vielleicht gar nicht in der Branche tätig. Zwar habe ich Kino erst richtig dadurch kennengelernt, dass ich nach Passau fahren musste, um überhaupt ins Kino gehen zu können, aber diese Liebe für das Medium ist in Vilshofen erwacht. Diese Erfahrung sollte all jenen nicht vorenthalten bleiben, die heute noch zu jung für Führerscheine oder unbeaufsichtigte Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind. Ein kommunales Kino tritt dabei nicht in Konkurrenz zu den Multiplexen in Passau, aber man kann die heimelige Atmosphäre eines Scharfrichter-Kinos (wo man auch heute schon mit seinem Glas Wein oder dem Bier – leider „nur“ Arkobräu ;-) als einen Ansatzpunkt zum Vergleich heran ziehen, und dann einerseits voll auf die digitale Projektionstechnik setzen, und andererseits die Nähe von Filmfans und Filmemachern fördern. Das geht nirgendwo besser, als in einem Kino, das mit einem Filmprojekt aufs engste mit seiner Heimat verbunden ist, so wie HEIMAT von Edgar Reitz mit dem Pro-Winzkino im Simmern, und hoffentlich in zwei Jahren Generation 89 mit seinem Kino in Vilshofen.

Die Frage, die es als erstes zu klären gilt wäre, wo denn das neue Vilshofener Kino seine Räumlichkeiten finden könnte. Lieber Stadtrat, liebe Vilshofener: Vorschläge bitte!

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